Die Biotope, in denen die Paarung stattfindet und die Biotope, in denen die Eier abgelegt werden, können verschieden sein
. Während Erstere auf den Nahrungserwerb und das Finden eines Partners ausgerichtet sind, werden die Eier verständlicherweise in Biotopen abgelegt, in denen die Futterpflanzen der Raupen vorkommen.
Doch die Wirtspflanze alleine macht ein Biotop für die Eiablage noch nicht attraktiv. Zusätzlich spielen weitere Faktoren wie klimatische oder geomorphologische Bedingungen eine wichtige Rolle.
So werden bevorzugt Pflanzen an kühleren, feuchteren Stellen ausgewählt (z.B. nordwest exponierte Hänge oder kühle Wiesentäler mit Flüssen oder Bächen). Die Pflanzen sind zumeist abgesetzt vom Waldmantel oder stehen einzeln im Grünland
oder an Wassergräben
.
Jürgen Hensle wieß mich darauf hin, dass das Ablegen von Eiern an luftfeucht-kühlen Stellen dadurch begründet wird, dass die Raupe unter intensiver, aber nicht zu heißer Sonneneinstrahlung besonders gut gedeiht. Dieses Verhalten wird durch trocken-warme Sommer in Gebieten mit kontinentalem Klima motiviert.
In der Türkei bevorzugt das Weibchen zur Eiablage untere Zweige, die der Sonne abgewandt sind und über das Wasser eines Bachs oder Flusses ragen
.
Auf die Gründe für die unterschiedliche Strategie bei der Eiablage hat mich Jürgen Hensle aufmerksam gemacht:
Ob ein Weibchen im Schatten oder in der Sonne ablegt, scheint abhängig vom Lokalklima und der Wetterlage zum Zeitpunkt der Ablage zu sein.
Unter kühl-feuchten Bedingungen legt es eher auf der Sonnenseite, unter trocken-warmen eher im Schatten eines Busches ab. Daher findet man die Raupen in Mittel- und Nordeuopa meist in der Sonne, in Südeuropa oder z.B. auch in der Türkei, eher im Schatten. Generell wird aber vorzugsweise in kühl-feuchter Lage, z.B. über einem Bach abgelegt.

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