Die folgenden Formen/Aberrationen1 des Trauermantels sind beschrieben:
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ab. hygiaea Heydenreich, 1851
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ab. daubii
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ab. roederi
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ab. artemis Fischer
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ab. epione Fischer
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ab. dorfmeisteri Fischer
Siehe auch
Forschung bzgl. Variablität des Trauermantels.
Im Juli 2005 hatte ich das Glück, zufällig einer in der Natur entstandenen Form/Aberration zu begegnen.
Ein ungewöhnlich gezeichneter C-Falter flog auf einem Waldweg in der Nähe von Cochem/Mosel.
Links ein "normaler" C-Falter, rechts die beobachtete Form/Aberration des C-Falters.
Die Flügelzeichnung der Form/Aberration sieht aus wie "weich gezeichnet" und ist vermutlich durch ungewöhnliche hohe Temperaturen in den ersten Tagen des Puppenstadiums entstanden.
Wahrscheinlich handelt es sich um Aberration suffusa (aufgeführt in der Online-Datenbank des
Cockayne Trust, London).
1Es gibt unterschiedliche Meinungen, wann eine Abweichung als Aberration oder z.B. als indivduelle Variation eingestuft wird. Hierbei kann die Anzahl der Individuen ein Abgrenzungsmerkmal sein, aber auch der Ursprung der Abweichung. Beispielsweise kann die Abweichung aufgrund von genetischen oder klimatischen Faktoren entstanden sein. Darüber hinaus ist die Festlegung der Grenze zwischen Aberrationen und individuellen Variationen schwierig. Laut meines Wissenstands gibt es derzeit keine allgemein anerkannte klare Definition des Begriffs Aberration.
ab. hygiaea Heydenreich, 1851
Die gelben Vorderrandflecke und die blauen Flecken fehlen. Der gelbe Saum ist stark verbreitert.
Diese Form/Aberration entsteht durch große Hitze oder große Kälte während der Puppenphase und kann in heißen Sommern auch in der freien Natur gefunden werden
.
Um das Jahr 1992 hatte Stefan Höhnel in Glashütte/Sachsen das Glück, die Form/Aberration ab. hygiaea in freier Natur zu beobachten und fotografieren zu können. Der Falter saugte in seinem Garten an überreifen Kirschen.
Weitere Exemplare der Form/Aberration ab. hygiaea siehe:
Präparierte Falter des Trauermantels: Nymphalis antiopa ab. hygiaea
ab. daubii
Max Standfuss (1854-1917) benennt in
[Standfuss, 1896] seine im Rahmen von Temperaturversuchen künstlich erzeugten Formen/Aberrationen nach seinem Freund "Daub in Karlsruhe" als Vanessa antiopa var. daubii Stdfs., und beschreibt die Form/Aberration wie folgt:
Weitere Exemplare der Form/Aberration ab. daubii siehe:
Präparierte Falter des Trauermantels: Nymphalis antiopa ab. daubii
ab. roederi
Max Standfuss (1854-1917) benannte im Herbst 1893 seine im Rahmen von Temperaturversuchen künstlich erzeugten Formen/Aberrationen nach seinem Freund "Röder in Wiesbaden" als Vanessa antiopa ab. roederi Stdf. (siehe
), und beschreibt die Form/Aberration wie folgt:
Weitere Exemplare der Form/Aberration ab. roederi siehe:
Präparierte Falter des Trauermantels: Nymphalis antiopa ab. roederi
ab. artemis Fischer
Emil Fischer (1868-1954) benennt in
[Fischer, 1895] seine im Rahmen von Temperaturversuchen künstlich erzeugten Formen/Aberrationen als Vanessa antiopa aberr. Artemis Fischer (aus
[Rebel, 1895]).
Die blauen Flecken sind vergrößert. Der gelbe Saum ist schmäler. Die Form/Aberration entsteht durch Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt während der Puppenphase, kann aber auch bei einer auf 40-42ºC. gesteigerten Temperatur entstehen.
Es ist wahrscheinlich, dass ab. roederi und ab. artemis die gleiche Form/Aberration benennen.
ab. epione Fischer
Emil Fischer (1868-1954) benennt in
[Fischer, 1895] seine im Rahmen von Temperaturversuchen künstlich erzeugten Formen/Aberrationen als Vanessa antiopa aberr. Epione Fischer (aus
[Rebel, 1895]).
Der gelbe Saum ist schmäler, die blauen Flecken sind kleiner. Die Form/Aberration entsteht durch eine mäßige Erhöhung der Temperaturen auf 35ºC. während der Puppenphase.
ab. dorfmeisteri Fischer
Emil Fischer (1868-1954) benennt in
[Fischer, 1902] seine im Rahmen von Temperaturversuchen künstlich erzeugten Formen/Aberrationen nach dem Wiener Lepidopterologen Vincenz Dorfmeister (1819-1859) als Vanessa antiopa var. dorfmeisteri Fschr.).
Die blauen Flecken sind durch schwarzes Pigment vollständig ausgelöscht.



![Nymphalis antiopa ab. hygiaea (Zuchtaufnahme) [67,5 mm]; Sammlung: Museum Koenig, Bonn, Deutschland; Temperaturversuche Carl Frings, Bonn: Puppe 3 Stunden bei +43ºC., 3 Stunden absenkend auf +38ºC., hier 8 Stunden verbleibend.; Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009); Zucht: Carl Frings; Bonn, Deutschland (1902) Nymphalis antiopa ab. hygiaea (Zuchtaufnahme) [67,5 mm]; Sammlung: Museum Koenig, Bonn, Deutschland; Temperaturversuche Carl Frings, Bonn: Puppe 3 Stunden bei +43ºC., 3 Stunden absenkend auf +38ºC., hier 8 Stunden verbleibend.; Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009); Zucht: Carl Frings; Bonn, Deutschland (1902)](/PicturesNA/Photos/Butterflies/Daniels/Nymphalis_antiopa_museum_koenig_68_hygiaea_medium.jpg)
![Nymphalis antiopa ab. hygiaea (Zuchtaufnahme) [61 mm]; Sammlung: Museum Koenig, Bonn, Deutschland; Temperaturversuche Carl Frings, Bonn: Puppe 4 Stunden +42,5°C.; Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009); Zucht: Carl Frings; Bonn, Deutschland (Juli 1914) Nymphalis antiopa ab. hygiaea (Zuchtaufnahme) [61 mm]; Sammlung: Museum Koenig, Bonn, Deutschland; Temperaturversuche Carl Frings, Bonn: Puppe 4 Stunden +42,5°C.; Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009); Zucht: Carl Frings; Bonn, Deutschland (Juli 1914)](/PicturesNA/Photos/Butterflies/Daniels/Nymphalis_antiopa_museum_koenig_66_hygiaea_medium.jpg)


![Nymphalis antiopa ab. daubii (Zuchtaufnahme) [65 mm]; Sammlung: Museum Koenig, Bonn, Deutschland; Temperaturversuche Carl Frings, Bonn: Puppe 44-48 Stunden +38°C.; Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009); Zucht: Carl Frings; Bonn, Deutschland (1901) Nymphalis antiopa ab. daubii (Zuchtaufnahme) [65 mm]; Sammlung: Museum Koenig, Bonn, Deutschland; Temperaturversuche Carl Frings, Bonn: Puppe 44-48 Stunden +38°C.; Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009); Zucht: Carl Frings; Bonn, Deutschland (1901)](/PicturesNA/Photos/Butterflies/Daniels/Nymphalis_antiopa_museum_koenig_74_daubii_medium.jpg)
![Nymphalis antiopa ab. daubii (Zuchtaufnahme) [67 mm]; Sammlung: Museum Koenig, Bonn, Deutschland; Temperaturversuche Carl Frings, Bonn: Puppe 44-48 Std +38°C.; Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009); Zucht: Carl Frings; Bonn, Deutschland (1900) Nymphalis antiopa ab. daubii (Zuchtaufnahme) [67 mm]; Sammlung: Museum Koenig, Bonn, Deutschland; Temperaturversuche Carl Frings, Bonn: Puppe 44-48 Std +38°C.; Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009); Zucht: Carl Frings; Bonn, Deutschland (1900)](/PicturesNA/Photos/Butterflies/Daniels/Nymphalis_antiopa_museum_koenig_60_daubii_medium.jpg)
![Nymphalis antiopa ab. roederi (Zuchtaufnahme) [56 mm]; Sammlung: Museum Koenig, Bonn, Deutschland; Temperaturversuche Carl Frings, Bonn: Puppe 40 Tage +6°C. 3 var Roederi Stdfm. Brennerpass geschl. Auf. XI 1909.; Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009); Zucht: Carl Frings; Bonn, Deutschland (1902 o. 1909) Nymphalis antiopa ab. roederi (Zuchtaufnahme) [56 mm]; Sammlung: Museum Koenig, Bonn, Deutschland; Temperaturversuche Carl Frings, Bonn: Puppe 40 Tage +6°C. 3 var Roederi Stdfm. Brennerpass geschl. Auf. XI 1909.; Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009); Zucht: Carl Frings; Bonn, Deutschland (1902 o. 1909)](/PicturesNA/Photos/Butterflies/Daniels/Nymphalis_antiopa_museum_koenig_70_roederi_medium.jpg)
![Nymphalis antiopa ab. roederi [68,5 mm]; Sammlung: Museum Koenig (Untersammlung: René Oberthür), Bonn, Deutschland; Fundort: Zürich, Schweiz (September 1957); Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009) Nymphalis antiopa ab. roederi [68,5 mm]; Sammlung: Museum Koenig (Untersammlung: René Oberthür), Bonn, Deutschland; Fundort: Zürich, Schweiz (September 1957); Fotograf: Ingo Daniels (23. Oktober 2009)](/PicturesNA/Photos/Butterflies/Daniels/Nymphalis_antiopa_museum_koenig_49_medium.jpg)